An dieser Stelle möchte ich euch Ungarn etwas näher bringen. Aber nicht vorrangig den Tourismus,sonder
so, wie das Leben dort ist. Wie sind die Einwohner in der Gemeinde, in der ich mindestens
einmal im Jahr über mehrere Wochen verweile? Natürlich werde ich auch etwas über den Balaton erzählen,
sowie über den Markt in Fonyod.
Was macht Ungarn eigentlich aus? Meiner Ansicht nach ist das die Gastfreundschaft. Natürlich sollte
man sich anpassen, also nicht mit Geld angeben und meinen man ist der einzige, der was kann. Man sollte
auch wenigstens einige Worte ungarisch können, was nicht weiter schwer ist, aber es geht auch ohne. Man
kann sich ja auch mit Händen und Füssen unterhlaten. Natürlich ist auch die Landschaft zu
erwähnen.
Auf diesem Bild sieht man von einer Straße aus den westlichen Teil des Balatons und die Gebirge dahinter.
Das Südufer ist flach, daher Kinderfreundlich. Erst nach ca. 10 bis 15 Minuten waten wird auch die Brust
eines Erwachsenen nass. Vorher ist es lange nur Knöcheltief bis Kniehoch. Während eines Spazierganges durch
die Landschaft sieht man Weinberge und riesige Maisfelder. Sonntags haben teilweise kleine Hütten am Anfang
eines Wingerts die Türen geöffnet und man kann den herrlichen Wein kosten. Mir persönlich schmeckt der trockene
rote Wein am besten. Dazu ein gutes Stück Schinken oder Paprikasalami und Weissbrot und das Essen ist komplett.
Abgerudet wird das ganze oft mit dem bekannten Aprikosenschnaps, dem Barazk(Aprikose)-Palinka(Schnaps). In Ungarn
wird auch heute noch vor dem Frühstück oft ein Schnaps getrunken, was aber auch teilweise der einzige am Tag ist.
Anstatt Wasser wird mir bei unseren Nachbarn immer der hausgemachte Wein angeboten, denn der kostet ja nichts.
Diesen trinkt man von morgens bis abends, allerdings bremse ich meinen Nachbarn immer, sonst wäre ich den ganzen
Urlaub über nur betrunken.
Das Essen ist nicht so scharf wie man es in Deutschland of meint. Aber Paprika ist meistens ein Bestandteil davon,
genauso wie Tomaten. Auch ist es fettiger wie wir es gewohnt sind, denn viele schlachten noch selbst, aber dafür
arbeiten sie auch körperlich schwerer wie wir und verbrennen daher auch das Fett besser. Man sieht in den ländlichen
Gegenden noch oft Leiterwagen, die von Pferden gezogen werden. An den Straßenrändern stehen oft Obstbäume,
meist Kirsch oder Aprikose. Diese werden auch geerntet, nicht etwa verfaulen gelassen.